Argumente

Auf dieser Seite versuchen wir zu erklären, warum es absolut keinen Sinn macht, einen zweiten Wachkörper in Linz zu installlieren.

 

Keine sachliche Notwendigkeit

  • Die "Kriminologische Sicherheitsanalyse Linz 2007" meint:
    "Im Städtevergleich verfügt Linz über ein hohes Sicherheitsgefühl und eine geringe Kriminalitätsfurcht"
    "Nur ein Fünftel der Linzer äußert Gefühle der Unsicherheit"
  • Im Bundesländervergleich ist Oberösterreich neben dem Burgenland und Vorarlberg das Land mit der höchsten Aufklärungsquote (50 % - Gesamtösterreich: 38 %) [Kriminalstatik 2008]
  • Linz selbst hat die höchste Aufklärungsquote aller Landeshauptstädte [OÖN vom 30. Juni 09]

 

Keine oder geringe Kompetenzen

  • Die österreichische Bundesverfassung verbietet die Einrichtung eines zweiten Wachkörpers in einer Gemeinde, in der sich eine Bundespolizeidirektion befindet.
  • Aufgrund dieser Gegebenheit ist der Raum für mögliche Kompetenzen sehr eingeschränkt.
  • Weiterlesen unter Kompetenzen

 

Unnötige Belastung des Linzer Budgets

  • Die Stadtwache belastet das ohnehin schon recht enge Linzer Jahresbudget um weitere 2 Millionen Euro.
  • Weiterlesen unter Finanzierung

 

Die Stadtwache bildet eine Parallel-Polizei

  • Als die ÖVP im Jahr 2000 das Innenministerium übernommen hat, gab es in Linz 900 Polizisten. Heute sind es nur noch 600.
  • Zur Kommunikation mit der eigentlichen Polizei ist ein hoher (= ineffizienter) Verwaltungsaufwand nötig. Das führt vor allem zu mehr Bürokratie, aber sicher nicht zu mehr Sicherheit.

 

Ausbildung der Stadtwache-Beamten

  • Alleine die Grundausbildung bei der Polizei [E2c] dauert 24 Monate. Die angehenden Polizisten lernen innerhalb von zwei Jahren, wie sicherheitsrelevante Gesetze zu interpretieren sind, wie man sich als Person mit großer Verantwortung benehmen sollte und wie man mit Menschen in Konfliktsituationen umgeht.
  • Stadtwache-Beamten werden nach einem Ausbildungslehrgang auf die Straße geschickt. Das Personal ist schlecht vorbereitet auf die undankbaren und stressigen Aufgaben - in Graz gibt es bereits nach kurzer Zeit Probleme bei der Nachbesetzung. (siehe Situation in anderen Städten)

Kommentar schreiben

Kommentare

  • Warum möchten sie keine zusätzliche Überwachung ? An allen Ecken und Enden wird man heute in der Stadt auch schon tagsüber angepöbelt ! Zumindest kann die Stadtwache Vorfälle melden - Denn die Polizei ist leider unterbesetzt ! Was die Finanzierung betrifft - das muß es für ein erhöhtes Sicherheitsgefühl, der Bevölkerung wert sein. Viele ältere Menschen trauen sich eh nur mehr ( auch tagsüber ) nur mit ungutem Gefühl auf die Straße . Oder sind sie Freunde der Selbstverwirklichung, daß jeder ,auch auf Kosten der Anderen, einfach machen kann, was er will. - Da ist es nicht mehr weit zur totalen Anarchie....

    von Raimund, am 2. September 2010 (3 days ago)